
Am Tag der Aufnahme kommt der Kandidat mit den Regalia des Johannismeisters und dem Bijou seiner Johannisloge in die Logenräumlichkeiten. Er ist in einem schwarzen Anzug, weißen Hemd und mit weißer Fliege bekleidet.
Zunächst wird er dort empfangen und in einen Vorbereitungsraum geführt. In diesem Raum zieht er die Regalia des dritten Grades (Johannismeister) an und erhält sieben Fragen, die sich auf Inhalte der herkömmlichen Freimaurerei beziehen. Diese sind schriftlich zu beantworten.
Wenn der Großinspektor kommt, werden ihm die Fragen überreicht, die im Tempel verlesen werden, daher sollte man leserlich schreiben sowie kurz und knapp antworten. Er wird dann in die „Kammer der Reflexion“ geführt und einer Arbeitstafel gegenübergesetzt; mit der Aufforderung über die Symbolik darauf zu kontemplieren. Nach einer gewissen Dauer kommt der Großinspektor erneut und fragt nach der Symbolik auf der Arbeitstafel. Nach einer Weile kehrt er zurück und teilt mit, ob es aufgrund der schriftlichen Antworten und der mündlichen Kommentierung der Arbeitstafel zu einer Aufnahme kommt. Ist das der Fall, so sind alle Regalia, Metalle, Geld, Bijou und das Sakko abzulegen und die Kammer der Reflexion etwas abzudunkeln.
Danach erfolgt die Aufnahme in den Grad des Ägyptischen Lehrlings entsprechen des Lyoner Manuskripts von 1784.
Wichtig ist, dass die Regalia, die man während des Rituals erhält, wieder zurückzugeben sind. Denn die Jalare, Gürtel und Schärpe sind ausschließlich für die rituelle Arbeit vorgesehen. Als Ägyptischer Lehrling erhält man als Besuchsregalia ausschließlich den Cagliostro-Pin. Dieser wird über dem Herzen getragen. Viele, die keine Ägyptischen Freimaurer sind, tragen den Cagliostro-Pin als Sympathie- oder Unterstützungsbekundungen, jedoch auf der rechten Seite (der Verstandesseite). Jene aber, die aufgenommen wurden, tragen ihn links, d.h. über dem Herzen.


Im Ägyptischen Gesellengrad erhält man gegen Ende des Aufnahmerituals den Cagliostro-Schurz und im Ägyptischen Meistergrad schließlich die Meisterschärpe. Die sogenannten Besuchsregalia sind nur während der Rituale zu tragen, wenn man nicht zu den 13 Auserwählten gehört. Bei den eigenen Aufnahmen erhält man ebenfalls Jalare, als Zeichen der einstweiligen Zugehörigkeit zu den 13 Auserwählten. Nach der Aufnahme ist das Tragen nur noch einem der 13 Auserwählten und während einer rituellen Arbeit vorbehalten.

