Die Ägyptische Freimaurerei kennt laut dem Lyoner Manuskript von 1784 drei Erkenntnisstufen: Lehrling, Geselle und Meister.



Entsprechend dieses Manuskripts (1784) ist die Voraussetzung, um Teil der Hohen Ägyptischen Freimaurerei zu werden, in einem vierten Grad des herkömmlichen Ritus (z.B. Erwählter Meister oder Schottischer Meister) aufgenommen zu sein: Ägyptische Statuten 1784
Die Hohe Ägyptische Freimaurerei ist als Hochgrad- und Abschluss-Freimaurerei gedacht. Egal wie viele Grade oder welches Freimaurer-System zu Grunde gelegt wird, die Hohe Ägyptische Freimaurerei vermag durch ihre Konzeptionierung klare Abschlussantworten zu geben.
§5 Ein Freimaurer des herkömmlichen Ritus muss von ehrlicher Gesinnung sein, einen kultivierten Geist besitzen und eine nachgewiesene Integrität aufweisen, denn ein Mensch, der diese wesentlichen Eigenschaften nicht aufzeigen kann, würde niemals Teil des Ägyptischen Ritus sein können.
Jalaren, Gürtel und Schärpen sind nur für die rituelle Arbeit vorgesehen, wenn man zu den Auserwählten gehört, ansonsten trägt man Besuchsregalia. Als Ägyptischer Lehrling erhält man als Besuchsregalia ausschließlich den Cagliostro-Pin. Dieser wird über dem Herzen getragen. Viele, die keine Ägyptischen Freimaurer sind, tragen den Cagliostro-Pin als Sympathie- oder Unterstützungsbekundungen, jedoch auf der rechten Seite (der Verstandesseite). Jene aber, die aufgenommen wurden, tragen ihn links, d.h. über dem Herzen. Wobei Besuchsregalia der Überbegriff ist. Die Ägyptischen Lehrlinge und Gesellen dürfen nicht reisen und andere Logen besuchen. Das dürfen nur die Meister.


Im Ägyptischen Gesellengrad erhält man den Cagliostro-Schurz und im Ägyptischen Meistergrad schließlich die Meisterschärpe. Die Besuchsregalia sind außerdem während der rituellen Arbeiten zu tragen, wenn man nicht zu den 13 Auserwählten gehört.
